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Interview mit Sébastien Leutwyler: Das ISFB-Zertifikat Investment Advisor, eine praxisorientierte und innovative Ausbildung, um mit der Entwicklung der Anlageberatung Schritt zu halten

31. März 2025

Wie kann man auf die Herausforderungen einer sich ständig verändernden Investmentwelt reagieren? Das ISFB Investment Advisor-Zertifikat bietet einen pragmatischen und innovativen Ansatz, um Fachleuten die für ihren Beruf unverzichtbaren Instrumente und Methoden an die Hand zu geben. Sébastien Leutwyler, Programmdirektor, stellt uns die Vorteile dieser Ausbildung vor, die darauf ausgerichtet ist, Anlageberater bei der Bewältigung neuer Markttrends zu unterstützen.

Herr Leutwyler, Sie sind Programmdirektor des ISFB-Zertifikats Investment Advisor. Können Sie uns dieses Programm vorstellen und uns sagen, an wen es sich richtet?

Dieses Zertifikat soll den Teilnehmern eine Kompetenzsteigerung im Bereich der Anlageberatung garantieren und dabei den Prioritäten der Partnerbanken der ISFB entsprechen. Es richtet sich somit an ein Publikum, das sehr unterschiedliche Funktionen innerhalb der Genfer Finanzinstitute ausübt. Wir haben dieses Programm kürzlich überarbeitet, um sowohl inhaltlich, durch die Behandlung von Themen, die in direktem Zusammenhang mit den Bedürfnissen des Marktes stehen, als auch formal, durch die Stärkung seiner Komplementarität mit anderen Zertifizierungsausbildungen des ISFB in diesem Bereich (hauptsächlich Vermögensplanung und Family Officer), seine Relevanz sicherzustellen. Das Ergebnis ist eine Ausbildung, die nun in drei Themenblöcke gegliedert ist, die sich über insgesamt acht Tage erstrecken:

  • Der erste Block ist den traditionellen Vermögenswerten gewidmet.
  • Der zweite Bereich dreht sich um die Portfolioverwaltung.
  • Der dritte Bereich umfasst Vermögenswerte der neuen Generation.

Was macht Ihrer Meinung nach den Reichtum und die Qualität dieses Programms aus?

Was dieses Programm auszeichnet, ist zweifellos sein entschieden praxisorientierter Ansatz. Sein Ziel ist es, den Teilnehmern Werkzeuge und Methoden an die Hand zu geben, die sie direkt in ihrem beruflichen Umfeld anwenden können. Dies spiegelt sich in der Verwendung zahlreicher Fallbeispiele im Unterricht wider, aber auch in der Verwendung von Prozessen und Vorlagen, die den Kandidaten aus ihrem Arbeitsalltag bekannt sind.

Zum Beispiel

  • Das Modul für Derivate, das die Verwendung von Preisberechnungsprogrammen integriert,
  • Das Modul über alternative Investitionen beschreibt bewährte Praktiken im Bereich der Sorgfaltspflicht.
  • Das Einführungsmodul zu Vermögenswerten der neuen Generation, das parallel zu den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen unterrichtet wird, denen jeder Berater in der Schweiz unterliegt.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Herausforderungen in diesem Bereich, und inwiefern bietet dieses Programm konkrete Lösungen?

Die größte Herausforderung besteht darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer Ausbildung, die einen fundierten und akademisch stringenten Ansatz der behandelten Themen gewährleistet, und einer in einem sich ständig weiterentwickelnden Bereich unverzichtbaren Aufgeschlossenheit zu wahren. Denn die Welt der Investitionen verändert sich rasant, und neue Vermögenswerte halten nach und nach Einzug in die Fachstudiengänge. Denken wir beispielsweise an private Vermögenswerte, Crowdfunding oder Krypto-Vermögenswerte. Die Digitalisierung und Verbriefung sind zwei Phänomene, die diesen Wandel noch beschleunigen und das Spektrum der Möglichkeiten erweitern.

Die ISFB ist ideal positioniert, um diese Themen in ihre Schulungen zu integrieren und ihre Mitgliedsinstitutionen – insbesondere Banken – bei den Herausforderungen zu unterstützen, denen sie täglich mit ihren Kunden gegenüberstehen. Dieses Zertifikat verdeutlicht die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der ISFB als Kompetenzzentrum.

Was ist Ihre Aufgabe als Programmdirektor?

Die Rolle eines Programmdirektors ist vergleichbar mit der von Öl in einem Motor. Er muss dafür sorgen, dass der Studiengang reibungslos abläuft. Dazu gehört Folgendes

  • Die Kohärenz des Zertifikats innerhalb des Ausbildungsangebots des ISFB,
  • Die Angemessenheit des Inhalts im Hinblick auf die Herausforderungen des Fachgebiets,
  • Das Engagement und die Relevanz der Ausbilderprofile, die in diesem Prozess von entscheidender Bedeutung sind, da sie in einer sich digitalisierenden Welt die Werte und Vorteile einer Präsenzausbildung gewährleisten.
  • Ständiger Austausch mit den Ansprechpartnern des ISFB, um das Feedback der Teilnehmer und Partnerbanken zu integrieren und das Zertifikat bei Bedarf anzupassen.

Sébastien Leutwyler

Geschäftsführender Gesellschafter & CIO (Capitalum Advisors)

„Die größte Herausforderung besteht darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer Lehre, die einen fundierten und akademisch stringenten Ansatz der behandelten Themen gewährleistet, und einer in einem sich ständig weiterentwickelnden Bereich unverzichtbaren Aufgeschlossenheit zu wahren.“

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