Beitrag zur Verbreitung von Fachwissen
Teilnahme an der Forschung
Bankgrundlagen – eine berufliche Anforderung
Julien Froidevaux, Programmleiter am ISFB, erläutert, warum die ISFB-Zertifikate „Private Banking“ und „Verwaltungsassistent/in“ den Teilnehmern eine gemeinsame Sprache, berufliche Orientierungspunkte und ein konkretes Verständnis der Bankmechanismen vermitteln, die für den Finanzplatz insgesamt von Nutzen sind.
Eine Bank leiten: Verstehen, um besser zu überwachen
Seit der Credit-Suisse-Krise rückt die Unternehmensführung von Banken erneut in den Fokus: die Rolle der Organe, das Risikomanagement und die Oberaufsicht. Für einen Verwaltungsrat wirken sich diese Erwartungen unmittelbar auf seine Fähigkeit aus, Sachverhalte zu verstehen, zu hinterfragen und Entscheidungen zu treffen. Diese Fähigkeit lässt sich nicht aus dem Stegreif entwickeln: Sie muss erlernt und gepflegt werden.
Jean-Christophe Pernollet: „Ein Bankverwalter muss verstehen, hinterfragen und entscheiden“
Jean-Christophe Pernollet, Dozent am ISFB im Zertifikatsstudiengang „Governance und Risikomanagement für Verwaltungsratsmitglieder“, verweist auf die Besonderheit des Verwaltungsrats einer Bank: Er muss Entscheidungen treffen, ohne an die Stelle der Geschäftsleitung zu treten, kontrollieren, ohne zu verwalten, und die Risiken ausreichend verstehen, um seine Verantwortung voll und ganz wahrnehmen zu können. Eine Anforderung, die eine klare Haltung erfordert: Neugier, kritisches Denken und kontinuierliche Weiterbildung.
Finanzielle Risiken: Die Mechanismen verstehen, um die richtigen Fragen zu stellen
In diesem Interview betont Julien Pelegry, Dozent am ISFB, dass Bankvorstände die Mechanismen finanzieller Risiken – Liquiditäts-, Kredit-, Zins- und Marktrisiken sowie Stresstests – verstehen müssen, um die richtigen Fragen zu stellen, die Experten zu hinterfragen und ihre Verantwortung für die Unternehmensführung in vollem Umfang wahrzunehmen.
Ein Bankmandat zu bekleiden bedeutet weit mehr als nur einen Titel zu tragen
Hervé Broch, Dozent am ISFB im Zertifikatsstudiengang „Governance und Risikomanagement für Verwaltungsratsmitglieder“, erinnert daran, dass ein Bankverwaltungsrat keinen Wert durch sein operatives Handeln schafft, sondern durch die Qualität seines Urteilsvermögens, seiner Fragen und seiner Unabhängigkeit. Seiner Ansicht nach erfordert die Leitung einer Bank eine bestimmte Haltung: den Auftrag zu verstehen, die Rolle der Geschäftsleitung zu respektieren, klar zu diskutieren und den Fortbestand des Instituts im Blick zu behalten.
Nicolas Dervaux: „Das Risiko ist keine Einschränkung, sondern ein Indikator für Kompetenz.“
Nicolas Dervaux, Dozent am ISFB im Zertifikatsstudiengang „Governance und Risikomanagement für Verwaltungsratsmitglieder“, erinnert daran, dass sich die Aufgabe des Verwaltungsrats nicht auf das Treffen von Entscheidungen beschränkt. Er muss die richtigen Fragen stellen, die Risikobereitschaft festlegen und die Geschäftsführung hinterfragen. Seiner Ansicht nach verbindet eine klare Governance Strategie, Geschäftsbereiche, regulatorische Vorgaben und den Fortbestand des Instituts.
