ISFB Insight
Aufruf zur Einreichung von Beiträgen
13. April 2026
Das ISFB-Observatorium für Bank- und Finanzkompetenzen hat zum Ziel, zum Verständnis der Veränderungen in den Berufen, Organisationen und Kompetenzen im Bank- und Finanzsektor der Schweiz beizutragen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Kompetenzen der Zukunft liegt.
In diesem Zusammenhang führt die Beobachtungsstelle in Zusammenarbeit mit akademischen Einrichtungen eigene Analysen und Untersuchungen durch, um die Entwicklungen in diesem Sektor zu beleuchten.
Ergänzend zu diesem Auftrag eröffnet das ISFB-Observatorium mit diesem Aufruf einen Raum für Beiträge zum ISFB-Ökosystem. Ziel ist es, unter seiner redaktionellen und wissenschaftlichen Leitung die vorhandenen Perspektiven durch fachliche, analytische und praxisnahe Beiträge zu bereichern.
Der Aufruf richtet sich an Fachleute, die im Schweizer Finanzsektor tätig sind und in der Lage sind, wissenschaftlich und analytisch anspruchsvolle Beiträge zu den Entwicklungen in diesem Sektor zu verfassen, die auf den Gegebenheiten vor Ort und der Beobachtung der tatsächlich stattfindenden Veränderungen basieren.
Ziel ist es, fundierte, gut strukturierte und nützliche Beiträge zu erstellen, die die Reflexion über die aktuellen Veränderungen vorantreiben und dabei möglichst nah an den beruflichen, organisatorischen und branchenbezogenen Realitäten orientiert sind. Die ausgewählten Beiträge werden nach Freigabe auf der öffentlichen Plattform des ISFB-Kompetenzobservatoriums veröffentlicht.
Redaktionelle Ausrichtung
Ziel ist es, Texte mit hohem analytischem Anspruch zu veröffentlichen, die auf einem klar erkennbaren wissenschaftlichen Rahmen basieren und direkt darauf ausgerichtet sind, die Veränderungen bei Berufen, Funktionen, Praktiken, Organisationen und künftigen Kompetenzen im Bank- und Finanzsektor zu beleuchten, ausgehend von Problemen, die in den Instituten, Funktionen und beruflichen Praktiken zu beobachten sind.
Betroffene Profile
Folgende Personen können einen Vorschlag einreichen:
- Personen mit einem Doktortitel (PhD), diebei einem Finanzinstitut in der Schweizbeschäftigt sind , unabhängig davon, ob dieses Mitglied des ISFB ist oder nicht
Die betreffenden Promotionsarbeiten können insbesondere aus folgenden Bereichen stammen:
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
- Psychologie
- Organisationssoziologie
- Recht
- Mathematik
Der Ausschuss des Observatoire kann auch Vorschläge von Fachleuten prüfen, die im Finanzsektor der Westschweiz tätig sind und keinen Doktortitel besitzen, sofern sie Führungspositionen innehaben oder über besonders anerkannte Fachkenntnisse verfügen und einen Master of Science oder einen vom Ausschuss als gleichwertig anerkannten Abschluss vorweisen können.
Themenbereiche
Die Beiträge müssen sich mit Themen befassen, die mit den Berufen, Kompetenzen und Veränderungen im Bank- und Finanzsektor in der Westschweiz zusammenhängen, und zwar in einer der folgenden Kategorien:
- Private Banking & Vermögensverwaltung
- Privatkunden- und Firmenkundengeschäft
- Recht, Risiken und Compliance
- Support und übergreifende Funktionen
- Management und Personalwesen
Die erwarteten Beiträge sind Teil einer eingehenden Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen in den Berufen, Aufgabenbereichen und beruflichen Praktiken.
Die Beiträge können sich insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf folgende Themen beziehen:
- Veränderungen in Berufen und Funktionen
Analysen der konkreten Entwicklungen in der beruflichen Praxis: Was ändert sich tatsächlich in der Arbeitsweise, der Arbeitsorganisation und den Zuständigkeitsbereichen? - Neugestaltung beruflicher Rollen
Untersuchung der Neudefinition von Aufgabenbereichen, der Grenzen zwischen Berufsgruppen sowie der Dynamiken von Hybridisierung oder Spezialisierung. - Entwicklungen im Kompetenzbereich
Ermittlung von Kompetenzen, die im Kommen sind, an Bedeutung verlieren oder sich wandeln, sowie von neuen Anforderungen an Ausbildung und Fachwissen. - Auswirkungen von Normen und institutionellen Rahmenbedingungen
Analyse der Auswirkungen neuer Normen und Regulierungsmaßnahmen auf die berufliche Praxis. - Technologien, Daten und künstliche Intelligenz
Untersuchung der Auswirkungen digitaler Werkzeuge und künstlicher Intelligenz auf Aktivitäten, Entscheidungen und Organisationsformen. - Entwicklung der Erwartungen von Kunden und Nutzern
Analyse der neuen Anforderungen hinsichtlich Schnelligkeit, Einfachheit, Personalisierung und Zugänglichkeit von Dienstleistungen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation, die Produktionsweisen und die Arbeitsbeziehungen. - Veränderungen in der beruflichen Praxis
Beobachtung von Veränderungen in der Art und Weise, wie gearbeitet, zusammengearbeitet, Entscheidungen getroffen und Verantwortung wahrgenommen wird. - Spannungen, Dilemmata und Neugestaltungen
Analyse der neuen Spannungen (ethischer, organisatorischer und beruflicher Art), die bei der Ausübung der Aufgaben entstehen, insbesondere aufgrund dieser (technologischen und rechtlichen) Entwicklungen sowie der gestiegenen Erwartungen von Kunden oder Nutzern.
Formate
Die Beiträge müssen sich auf einschlägige wissenschaftliche Literatur und eine klar formulierte Fragestellung stützen, mit dem Ziel, einen für das Verständnis der Veränderungen in diesem Sektor wichtigen Aspekt zu beleuchten, auch wenn dieser sich aus Beobachtungen vor Ort oder aus Spannungen in der beruflichen Praxis ergibt.
Es handelt sich um Texte, die in der Lage sind:
- eine für die Branche wichtige Frage oder ein wichtiges Thema zu identifizieren;
- theoretische, konzeptionelle oder empirische Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten miteinander zu verknüpfen;
- diese Beiträge mit den beobachtbaren Veränderungen bei Berufen, Aufgabenbereichen, Organisationsformen oder Kompetenzen in Zusammenhang zu bringen;
- eine strukturierte, informative und fundierte Lektüre für ein Fachpublikum zu erstellen, das sich für diese Themen interessiert, indem Entwicklungen, die in der Praxis oft nur vage wahrgenommen werden, verständlich gemacht werden.
Wissenschaftlicher Anspruch und berufliche Verankerung
Das ISFB-Observatorium möchte damit eine bestimmte Art von Veröffentlichungen fördern: Texte von anerkannten Experten, die in diesem Bereich tätig sind oder sich auf diese Themen spezialisiert haben und in der Lage sind, Forschungsressourcen zu mobilisieren und gleichzeitig zu einem besseren Verständnis der tatsächlichen Veränderungen vor Ort, der sich dort abzeichnenden ersten Anzeichen und der konkreten Fragen beizutragen, die sich dort stellen.
Was erwartet wird
Die eingereichten Texte müssen insbesondere:
- sich in einen stringenten Ansatz einfügen;
- sich auf einschlägige wissenschaftliche Erkenntnisse stützen;
- die behandelte Problematik klar darlegen;
- zum Verständnis der Veränderungen in Berufen, Organisationen oder Kompetenzen beitragen;
- einen nützlichen Beitrag zu den Überlegungen der Beobachtungsstelle zu den Kompetenzen der Zukunft leisten;
- ein redaktionelles und analytisches Qualitätsniveau zu gewährleisten, das den hohen Anforderungen einer institutionellen Publikation entspricht;
- sich, sofern dies sinnvoll ist, auf beobachtbare berufliche Gegebenheiten sowie auf vor Ort wahrgenommene Entwicklungen hinsichtlich der Weiterentwicklung und Anpassungsfähigkeit von Kompetenzen stützen.
Prüfung der Vorschläge und Texte
Vorschläge sind an das ISFB-Observatorium unter info [AT] isfb.ch zu richten.
Sie werden vom Ausschuss der ISFB-Beobachtungsstelle geprüft, der über ihre Zweckmäßigkeit, Relevanz und Übereinstimmung mit der redaktionellen und wissenschaftlichen Ausrichtung der Beobachtungsstelle entscheidet.
Vor der Veröffentlichung werden die ausgewählten Texte von diesem Ausschuss Korrektur gelesen. An die Autoren können Bitten um Anpassungen, Klarstellungen, Vertiefungen oder Korrekturen gerichtet werden, um die Qualität, die Kohärenz und das für die Veröffentlichungen des Observatoriums erwartete Niveau zu gewährleisten.
Zu übermittelnde Angaben
Die Vorschläge müssen Folgendes enthalten:
- ein vorläufiger Titel;
- eine Zusammenfassung des geplanten Beitrags;
- die aktuelle Funktion des Antragstellers;
- die Einrichtung, in der er tätig ist, falls zutreffend;
- gegebenenfalls das betreffende Promotionsgebiet;
- bei ausnahmsweise eingereichten Bewerbungen die Unterlagen, anhand derer die Fachkompetenz des Bewerbers beurteilt werden kann;
- ein Lebenslauf.
Zweck und ergänzende Bestimmungen
Mit diesem Aufruf zur Einreichung von Beiträgen möchte das ISFB-Observatorium anspruchsvolle Veröffentlichungen fördern, die an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit, Fachkompetenz und Praxisnähe angesiedelt sind.
Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis der Veränderungen im Schweizer Bank- und Finanzsektor beizutragen, indem Beiträge gefördert werden, die die Analyse der Wandlungsprozesse in den Berufsfeldern, Organisationen und künftigen Kompetenzen voranbringen – ausgehend von Fragen, die in der Praxis, in den verschiedenen Funktionen und in den Instituten tatsächlich auftauchen.
Die Übermittlung eines Vorschlags oder eines Textes an die ISFB-Beobachtungsstelle setzt voraus, dass der Verfasser sich gegebenenfalls vergewissert, dass er dies im Hinblick auf seine beruflichen, vertraglichen oder vertraulichkeitsbezogenen Verpflichtungen tun darf. Wenn der Beitrag mit einer Tätigkeit in einer Einrichtung in Zusammenhang steht, obliegt es dem Verfasser, sich zu vergewissern, dass sein Arbeitgeber einer möglichen Veröffentlichung nicht widerspricht.
Der Ausschuss des ISFB-Observatoriums prüft die eingereichten Vorschläge und Texte nach eigenem Ermessen. Er kann einen Vorschlag ablehnen, Änderungen verlangen, eine Veröffentlichung verschieben oder auf die Veröffentlichung eines Textes verzichten, auch nach einer ersten Phase des Austauschs oder der Korrekturlesung, wenn dieser nicht den erwarteten wissenschaftlichen, analytischen, methodischen oder redaktionellen Anforderungen entspricht oder wenn er nicht mit der redaktionellen Ausrichtung des Observatoire vereinbar ist.
Die Annahme eines Beitragsvorschlags stellt somit keine Verpflichtung zur Veröffentlichung dar.
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