ISFB Insight
Ein anspruchsvoller und nachhaltiger Qualitätsansatz
15. September 2026
Seit vier Jahren hat das ISFB die Qualität seiner Dienstleistungen zu einem vorrangigen Arbeitsschwerpunkt gemacht. Für ein Kompetenz- und Karrierezentrum, das in den Bereichen Weiterbildung, Förderung der Beschäftigungsfähigkeit und angewandte Forschung tätig ist, stellt die Einhaltung anerkannter Standards einen wichtigen Maßstab dar. EduQua, ISO und SAQ tragen insbesondere dazu bei, die Stringenz der Prozesse, die Kohärenz der Dienstleistungen und deren kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten. Die Ernennung von Joseph Baud-Grasset zum Qualitätsbeauftragten im September markiert einen neuen Meilenstein. Sie bietet zudem die Gelegenheit, einen Blick auf seinen Werdegang zu werfen und zu beleuchten, wie das ISFB diese Anforderungen im Alltag umsetzt.
Joseph Baud-Grasset, Sie sind vor zwei Jahren zum ISFB gekommen und wurden nun neben Ihrer Tätigkeit als Ausbildungsbeauftragter zum Qualitätsbeauftragten ernannt. Was bedeutet diese neue Aufgabe für Sie?
In den letzten vier Jahren hat das ISFB erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Gesamtqualität seiner Dienstleistungen zu verbessern, insbesondere durch den Erwerb oder die Verlängerung von Zertifizierungen wie EduQua, der ISO-Norm oder auch SAQ. Diese Anerkennungen sind der konkrete Ausdruck der geleisteten Arbeit und zeugen vom Bestreben des Instituts, einen anspruchsvollen und nachhaltigen Qualitätsansatz zu verfolgen.
Als Absolvent eines Masterstudiengangs der UNIGE in Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung lege ich besonderen Wert auf die Kohärenz der Praktiken sowie auf die Entwicklung und Strukturierung von Abläufen und Programmen. Daher war es mir von Beginn an ein Anliegen, mich in diese Dynamik einzubringen und gemeinsam dazu beizutragen, die bereits eingeleiteten Bemühungen fortzusetzen.
Die Übernahme der Funktion als Qualitätsbeauftragter stellt für mich heute sowohl eine neue Herausforderung als auch die Fortsetzung meines beruflichen Engagements dar. Es ist zudem ein klares Signal seitens des Instituts: Qualität ist ein strategisches Anliegen, das für die Festigung der bisherigen Erfolge und die Fortsetzung dieser Dynamik der kontinuierlichen Verbesserung von entscheidender Bedeutung ist.
Sie verfügen über eine Grundausbildung in Erziehungswissenschaften und einen Master-Abschluss der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Inwiefern kommt Ihnen dieser Werdegang heute in Ihrer Arbeit im Umgang mit den Teilnehmern, Referenten und Ihren Kollegen zugute?
Ich glaube, dieser Werdegang gibt mir vor allem einen Interpretationsrahmen an die Hand. Bei der Erwachsenenbildung geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln: Man muss verstehen, wer die Menschen sind, die man begleitet, was sie sich davon erhoffen und was ihren Lernprozess fördern oder im Gegenteil behindern kann. Dieser Ansatz prägt mich auch heute noch sehr.
In meinem Alltag – sei es im Umgang mit den Teilnehmern, den Referenten oder meinen Kollegen – versuche ich daher, stets auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen und gleichzeitig darauf zu achten, dass die pädagogischen Ziele klar und stimmig bleiben. Das hilft mir auch dabei, Situationen mit etwas Abstand zu betrachten, unsere Vorgehensweisen zu hinterfragen und die Dinge nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
Im Grunde würde ich sagen, dass mir mein Studium beigebracht hat, zu beobachten, zu hinterfragen und Praktiken weiterzuentwickeln. Das ist besonders wertvoll in einem Umfeld wie dem der ISFB, wo die Kompetenzentwicklung im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht und die Qualität der Lernerfahrung der Teilnehmer unsere oberste Priorität bleiben muss.
Was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit bei der ISFB und an der Art und Weise, wie das Team im Alltag zusammenarbeitet?
Gerade diese Vielfalt gefällt mir am ISFB besonders gut. Die Vielfalt der Menschen, denen man begegnet, der Lebenswege, der Berufe, der Erwartungen, aber auch der Themen, mit denen wir uns beschäftigen. Letztendlich gleicht kein Tag dem anderen, und das schätze ich sehr.
Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Team wider. Jeder hat seine eigenen Kompetenzen, seine eigene Sichtweise und seine eigenen Erfahrungen. Ich finde es interessant, diese unterschiedlichen Perspektiven miteinander zu verknüpfen. Das bereichert unsere tägliche Arbeit ungemein und zwingt uns zugleich dazu, offen zu bleiben, uns anzupassen und manchmal aus unseren Gewohnheiten auszubrechen. Genau diese Zusammenarbeit schafft das Umfeld, das für eine gleichbleibend hohe Qualität sorgt.
Wahrscheinlich ist es gerade diese Kombination aus vielfältigen Aufgaben und sich ergänzenden Persönlichkeiten, die die Arbeit am ISFB für mich besonders spannend macht.
Als Anbieter von Weiterbildungen in der Romandie erfüllt das ISFB heute drei Qualitätsstandards. Was ändert sich dadurch konkret bei der Konzeption, Begleitung und Verbesserung der Weiterbildungen?
Konkret führen diese drei Standards dazu, dass wir bei unserer Arbeitsweise besonders strukturiert vorgehen müssen. Sie verpflichten uns, den gesamten Ausbildungsweg im Blick zu behalten – von der Konzeption über die Betreuung der Referenten und die Auswertung der Ergebnisse bis hin zum Feedback der Teilnehmer. Dies ermöglicht es uns vor allem, uns nicht damit zufrieden zu geben, anzunehmen, dass eine Schulung funktioniert, nur weil sie schon lange besteht: Wir müssen unsere Vorgehensweisen regelmäßig hinterfragen, messen, anpassen und weiterentwickeln.
Für mich liegt der Nutzen dieser Standards genau darin: Sie bieten einen Rahmen, dürfen aber nicht zum Selbstzweck werden. Sie sollen uns dabei helfen, einen gemeinsamen Anspruch aufrechtzuerhalten und das ISFB in einen echten Prozess der kontinuierlichen Verbesserung einzubinden. Letztendlich bleibt das Ziel sehr konkret und einheitlich: relevante, kohärente und qualitativ hochwertige Fortbildungen anzubieten, die den Bedürfnissen der Teilnehmer und der Branche wirklich gerecht werden.
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