Die ISFB-Interviews

Der „Tresor“ der Finanzkompetenz

Sie sind Dozentin an der ISFB und seit vielen Jahren als Prüfungsexpertin für die ISFB tätig. Was umfasst Ihre Tätigkeit?

In meiner Funktion als Prüfungsexpertin, insbesondere im Bereich Private Banking, habe ich eine ähnliche Rolle wie ein Schiedsrichter im Spitzensport. Ich bin die Hüterin der Qualität und Unparteilichkeit der Prüfungen. Dabei geht es nicht nur darum, die fachlichen Kompetenzen zu überprüfen, sondern auch die sozialen Kompetenzen und die für den Beruf des Beraters unverzichtbare zwischenmenschliche Kompetenz zu bewerten.

Zusätzlich zu dieser Funktion als Expertin bin ich als Dozentin am ISFB im Rahmen des ISFB-Zertifikats für Vermögensplanung (Wealth Planner) tätig. Ich leite dort nicht nur ein Modul, sondern habe unter der Koordination unseres Chefingenieurs Frédéric Ruiz gemeinsam mit den anderen Dozenten und Mitgliedern des wissenschaftlichen Ausschusses auch an dessen Konzeption mitgewirkt.

In diesen Funktionen kann ich persönlich feststellen, dass die an der ISFB ausgebildeten angehenden Finanzberater im Laufe der Zeit in der Lage sind, sich in allen Bereichen der Branche zurechtzufinden, von der Vermögensverwaltung über die Steuerplanung bis hin zur Hypothekenfinanzierung und sogar zur Nachlassplanung. Sie können wie echte Dirigenten agieren, die sich nicht mit einer einzigen Melodie begnügen, sondern ein ganzes Repertoire beherrschen. Dieses Maß an Fachwissen ist in der Tat entscheidend, da die Bankkunden immer anspruchsvoller werden und einen Service verlangen, der sich oft nicht mehr auf eine einzige Partitur beschränkt. Ich persönlich konzentriere mich auf den Bereich, den ich perfekt beherrsche und der mich begeistert, nämlich die Vorsorge, insbesondere die berufliche Vorsorge, mit Schwerpunkt auf steuerlichen, rechtlichen und versicherungstechnischen Aspekten.

Wie sehen Sie die Entwicklung Ihres Berufs als Dozentin?

Unser Beruf wird immer anspruchsvoller und interdisziplinärer. Finanztechnologien, auch „Fintech“ genannt, verändern die Art und Weise, wie Berater und ihre Kunden mit Finanzthemen im Allgemeinen umgehen. Mit der Weiterentwicklung von KI und Blockchain wird die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und anpassungsfähigen Weiterbildung immer deutlicher.

Mit der Aufnahme des ISFB-Zertifikats für Vermögensplanung (Wealth Planner) in sein Angebot deckt das ISFB nun das gesamte Spektrum der finanziellen Bedürfnisse ab, von der Anlage bis zur Nachlassplanung für Vermögensverwalter. Als Dozenten haben wir eine zentrale Funktion, da wir nicht nur über das spezifische Wissen verfügen, das wir vermitteln, sondern auch in Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Ausschüssen die Kompetenzen von morgen im Blick behalten.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das ISFB innerhalb des Ökosystems der Bank- und Finanzausbildung in der Westschweiz?

Für mich ist das ISFB so etwas wie das Schweizer Taschenmesser der Bankausbildung: vielseitig, zuverlässig und immer auf dem neuesten Stand. Das Institut spielt eine wesentliche Rolle bei der Bereitstellung hochwertiger Ausbildungsgänge, die den Anforderungen der Bankenbranche entsprechen. Es ist nicht nur eine Akademie, sondern ein Katalysator, der seine Programme ständig an die sich wandelnden Bedürfnisse des Marktes anpasst. Durch das Engagement der ISFB-Dozenten, die alle Fachleute aus der Praxis sind, können den Teilnehmern sehr konkrete praktische Kenntnisse vermittelt werden, die sie sofort in ihren Arbeitsalltag übertragen können.

Insgesamt sorgt das ISFB dafür, dass die Westschweiz sowohl in technischer als auch in sozialer und managementbezogener Hinsicht ein «Tresor» für Finanzkompetenz bleibt.

Danièle Felley

ISFB-Prüfungsexpertin und ISFB-Dozentin

„Berater können wie echte Dirigenten agieren“

Strategischer Tätigkeitsbereich 1

Weiterbildung

Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, die kollektiven und individuellen Kompetenzen des Bankensektors in der Romandie zu maximieren. Es bildet Spezialisten sowohl in technischen Bereichen als auch in Bezug auf ihre Management- und Interaktionskompetenzen aus.

Das Ausbildungsprogramm umfasst verschiedene Ausbildungsgänge in den Bereichen Wealth Management, Asset Management, Retail & Corporate Banking, Support & Back-Office, Recht, Risiko & Compliance sowie Management.

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