ISFB Insight
Wie die ISFB-Sommerschule Nachwuchstalenten hilft, sich eine Zukunft im Bankwesen aufzubauen
23. April 2026
Die Suche nach dem ersten Job nach dem Hochschulabschluss ist ein anspruchsvoller Prozess, der weit über das bloße Versenden von Bewerbungsunterlagen hinausgeht. Zunächst geht es darum, eine Branche zu verstehen und sich mit deren Erwartungen auseinanderzusetzen. Anschließend gilt es, die verschiedenen Berufe innerhalb dieser Branche zu identifizieren und sich glaubwürdig darauf einzustellen. In diesem Sinne versteht sich die ISFB Summer School als Brücke zwischen der akademischen Welt und der Berufswelt und bietet ein intensives Präsenzprogramm für Absolventen oder angehende Absolventen eines Bachelor-, Master- oder Doktoratsstudiums.
Ein entscheidender Übergang vom Studium ins Berufsleben
Der Einstieg in den Arbeitsmarkt nach dem Hochschulstudium ist ein wichtiger Schritt, der oft anspruchsvoller ist, als man denkt. Es geht nicht nur darum, eine Stelle zu finden, sondern einen Übergang zu meistern: den Wechsel von einem relativ strukturierten akademischen Umfeld in eine berufliche Welt mit ihren eigenen Regeln, Erwartungen und Realitäten. In der Schweiz erfolgt der Einstieg ins Berufsleben nach einem Wirtschaftsstudium nicht immer unmittelbar und entspricht auch nicht immer den ursprünglichen Erwartungen. Ein erheblicher Teil der Absolventen gibt an, Schwierigkeiten zu haben, eine Stelle zu finden, die ihren Vorstellungen entspricht. In der Praxis erstreckt sich die Stellensuche oft über mehrere Monate und erfordert das Versenden zahlreicher Bewerbungen, bevor die Mehrheit schliesslich innerhalb eines Jahres nach dem Abschluss in den privaten Dienstleistungssektor eintritt. (CSFO, 2025).
In diesem Zusammenhang geht es nicht nur darum, „etwas zu finden“, sondern vielmehr darum, ein Hochschulstudium in einen klar erkennbaren Karriereweg zu verwandeln. Die ISFB-Summer-School wird genau diesem Bedarf gerecht und bietet ein zehntägiges Programm mit Fallstudien, einer Bankbesichtigung, einem Hackathon sowie einer Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche mit Personalverantwortlichen, einschließlich Simulationen und professioneller Begleitung.
Ein Programm, das konkrete Einblicke in die Berufe im Bankwesen vermittelt
Wie Christophe Nicod, Leiter der Weiterbildung am ISFB, betont, zeichnet sich dieses Programm dadurch aus, dass es nicht nur allgemeine Informationen über das Bankwesen vermittelt, sondern den Teilnehmern hilft, von einer oft vagen und manchmal sogar romantisierten Vorstellung zu einem konkreten Bild der Branche und der zahlreichen Berufe, die sie ausmachen, ihrer Anforderungen und dessen, was sie jungen Talenten bieten kann, zu gelangen. Dieses in der Branche einzigartige und spezifische Wertversprechen passt perfekt zur Rolle und zum Auftrag des ISFB als Berufsverband, der die Ausbildung, die Kompetenzentwicklung, die Beschäftigungsfähigkeit und die Karrieren im Bank- und Finanzsektor in der Westschweiz fördert.
Die Stärke des Programms liegt in seinem praxisorientierten Charakter. Die Summer School vermittelt nicht nur Inhalte aus den Bereichen Bankwesen und Finanzen. Sie ermöglicht es auch, diese Inhalte mit realen Situationen, Ansprechpartnern aus der Praxis und konkreten Erwartungen des Marktes zu verknüpfen. In einem aktuellen Erfahrungsbericht hob eine begeisterte Teilnehmerin die seltene Gelegenheit hervor, direkte Kontakte zur Bankenwelt zu knüpfen, sowie die äußerst wertvolle Unterstützung für ihre berufliche Entwicklung, die der Zugang zu einem konkreteren Verständnis der Branche und ihrer Berufe darstellt.
Eine direkte Umsetzung
Die ISFB-Summer-School besticht also nicht durch ein implizites Versprechen auf Berufschancen, sondern durch die Qualität des Rahmens, den sie bietet, um die eigene Sicht auf den Markt zu hinterfragen und ein echtes, persönliches und unverwechselbares Karrierekonzept zu entwickeln. Die Anwesenheit verschiedener Experten aus den Mitgliedsbanken sowie von HR-Spezialisten aus dem Bankensektor unterstreicht die Vielfältigkeit des angebotenen Programms. Sie verleiht dem Programm eine praktische Ausrichtung und bietet jungen Talenten die seltene Gelegenheit, ihren Blickwinkel, ihre Haltung und ihr Verständnis für die Rekrutierungsdynamik der Branche zu schärfen.
Die Branche verstehen, Selbstvertrauen gewinnen, sich besser positionieren
Aus Sicht der Berufsberatung ist diese Übergangsphase besonders wichtig. Stéphane Bonzon, Psychologe und Berufsberater im Team für Karriereentwicklung der ISFB, betont in seinen Vorträgen, dass eine sinnvolle Begleitung in einem Kontext der Unsicherheit und ständigen Neugestaltung nicht darin besteht, eine vorgefertigte Lösung anzubieten, sondern der Person dabei zu helfen, die Ressourcen zu klären und zu mobilisieren, auf die sie sich stützen kann, um ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen und ihren eigenen beruflichen und persönlichen Weg zu gestalten. Diese Herangehensweise ist besonders relevant für junge Absolventen, die ihr akademisches Wissen in ein glaubwürdiges berufliches Projekt umsetzen müssen.
In diesem Sinne ersetzt die Summer School weder die eigene Initiative noch den Aufwand, der für die Bewerbung erforderlich ist. Sie ermöglicht es auch nicht, das Auswahlverfahren der Arbeitgeber zu umgehen. Sie kann jedoch dabei helfen, die eigenen Interessen besser zu benennen, den angestrebten Sektor besser zu verstehen, die Art und Weise der Selbstpräsentation zu verbessern und mit mehr Klarheit in den Arbeitsmarkt einzusteigen, während man sich während der zweiwöchigen Ausbildung ein erstes relevantes berufliches Netzwerk aufgebaut hat.
Wie Evelyne Rechenmann, Leiterin des Bereichs Karriereentwicklung am ISFB, betont, hängt der Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht allein von akademischen Kompetenzen ab. Er beruht auch auf der Fähigkeit, sich zu positionieren, die Erwartungen der Arbeitgeber zu verstehen und zum richtigen Zeitpunkt die passende Unterstützung zu erhalten. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt: Dafür ist die Summer School da.
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Die ISFB-Sommerschule
Das Programm richtet sich an junge Hochschulabsolventen, die einen praktischen Einblick in die Berufe im Bankwesen gewinnen, die Branche besser verstehen und ihre berufliche Orientierung schärfen möchten.
Der Einstieg in den Arbeitsmarkt hängt nicht nur von akademischen Qualifikationen ab. Er beruht auch auf der Fähigkeit, sich zu positionieren, die Erwartungen der Arbeitgeber zu verstehen und zum richtigen Zeitpunkt die passende Unterstützung zu erhalten
Evelyne Rechenmann

