Das Gefühl der Selbstwirksamkeit und die intrinsische Motivation
24. Februar 2026
Das von Bandura (1997) entwickelte Konzept der Selbstwirksamkeit bezeichnet das Vertrauen einer Person in ihre Fähigkeit, eine bestimmte Aufgabe zu bewältigen. Bei Erwachsenen in der Ausbildung hat diese Wahrnehmung einen direkten Einfluss auf ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihren Erfolg. Wenn eine Person an ihre Lernfähigkeit glaubt, ist sie motivierter und zeigt mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber Hindernissen.
Dieses Gefühl ist eng mit der intrinsischen Motivation verbunden, d. h. der Freude am Lernen für sich selbst (Deci & Ryan, 2002). Wenn Erwachsene einen Sinn in ihrem Lernen sehen und sich kompetent fühlen, sind sie eher bereit, sich aktiv in einen Entwicklungsprozess einzubringen. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Art der Motivation den größten positiven Einfluss auf die Transformation von Wissen hat [1].
Um dieses Gefühl zu verstärken, stützt sich die Erwachsenenbildung auf realistische Ziele, konstruktives Feedback und Situationen, in denen Erfolge und persönliche Erfahrungen wertgeschätzt werden. Das ISFB bietet insbesondere schrittweise Lernprozesse an. Der Wissenserwerb erfolgt logisch und in Etappen. Diese Etappen werden durch Zeiträume zum Nachdenken und zur Rückkehr zur Arbeit unterbrochen. Daher sind die Chronologie der Module und der Bezug zur Realität entscheidend, um das Gefühl der persönlichen Wirksamkeit und die intrinsische Motivation zu optimieren.
Darüber hinaus geben die Referenten und das ISFB-Team konstruktives Feedback, um die erzielten Fortschritte zu würdigen, anstatt sich nur auf die verbesserungswürdigen Punkte zu konzentrieren. Dies motiviert und begleitet die Lernenden auf ihrem Ausbildungsweg.
Die Wertschätzung der Erfahrungen der Referenten ermöglicht es auch, die Lernenden dazu anzuregen, ihre beruflichen Situationen im Zusammenhang mit dem Kurs zu teilen. Die Berufserfahrung der Teilnehmer wird so zu einer pädagogischen Ressource für die Gruppe. Darüber hinaus fördern die Selbstbewertung und die Festlegung persönlicher Ziele durch die Lernenden das Engagement in der Ausbildung und das Gefühl der persönlichen Effizienz. Diese wenigen Beispiele unterstreichen das Engagement des Instituts für die Förderung des Transfers von Kompetenzen in die reale Arbeitswelt.
Bei der Erwachsenenbildung geht es nicht nur darum, Wissen zu erwerben, sondern auch darum, Vertrauen in die eigene Fähigkeit zum lebenslangen Lernen zu entwickeln. Der Ausbilder wird zum Vermittler der persönlichen und beruflichen Entwicklung, indem er den selbstständigen Wissensaufbau, die Anerkennung von Erfolgen und das Gefühl der Kompetenz fördert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Förderung des Gefühls der Selbstwirksamkeit und der intrinsischen Motivation jedem Einzelnen ermöglicht, sein Lernen und seine Transformation selbst in die Hand zu nehmen. Im nächsten Artikel werden wir auf den Unterschied zwischen Andragogik und Pädagogik zurückkommen.
Referenzen:
- Bandura, A. (1997). Selbstwirksamkeit: Die Ausübung von Kontrolle.
- Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2002). Handbuch der Selbstbestimmtheitsforschung.
- Carré, P. (2004). Motivation und Erwachsenenbildung. Paris: PUF.
[1] Wissen: Hier integrieren wir die verschiedenen Formen des Wissens: Know-how, Handlungswissen, Sozialkompetenz.



