ISFB Insight – Elektronische Ausgabe09.07.2026, 14:27:18 Uhr +02:00
AKTUELL

Kompetenzen aufbauen, bevor die Zeit knapp wird

Angesichts der gleichzeitigen Entwicklung von Berufen, Aufgaben und Qualifikationen kann das Verständnis für den Kompetenzbedarf nicht mehr allein auf der Betrachtung einzelner Einrichtungen beruhen. Das ISFB-Observatorium führt somit die Gründungsidee von 1987 fort: Perspektiven und Fachkenntnisse zu bündeln, um zu handeln, bevor die Zeit davonläuft.

Finanzielle Risiken: Die Mechanismen verstehen, um die richtigen Fragen zu stellen

In diesem Interview betont Julien Pelegry, Dozent am ISFB, dass Bankvorstände die Mechanismen finanzieller Risiken – Liquiditäts-, Kredit-, Zins- und Marktrisiken sowie Stresstests – verstehen müssen, um die richtigen Fragen zu stellen, die Experten zu hinterfragen und ihre Verantwortung für die Unternehmensführung in vollem Umfang wahrzunehmen.

DIE UNVERZICHTBAREN
ENTDECKEN

ISFB Insight Druckversion: Das Magazin für Kompetenzentwicklung im Bank- und Finanzsektor der Romandie

Die vierteljährlich erscheinende Printzeitschrift vereint Analysen, Interviews und Stellungnahmen zur Entwicklung der Berufe im Bank- und Finanzwesen.

Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift wird kostenlos an die Mitgliedsinstitutionen des ISFB verteilt, die sie ihren Mitarbeitern, Kunden oder Partnern zur Verfügung stellen können, insbesondere in ihren Empfangsbereichen, Lounges, Wartezimmern oder Empfangsräumen.

Privatpersonen können das Magazin im Rahmen ihrer Mitgliedschaft beim ISFB-Hub ebenfalls erhalten.

Seit Januar 2023 ist ISFB Insight Online in erster Linie online präsent. Artikel, Interviews, Gastbeiträge, Newsletter und Beiträge in den sozialen Netzwerken halten Schritt mit den aktuellen Ereignissen, den Branchen und den Ideen, die auf dem Westschweizer Finanzplatz kursieren. Es ist die Zeit der Schnelligkeit: schnell informieren, Signale aufgreifen, Reaktionen hervorrufen, messen, was Aufmerksamkeit erregt. ISFB Insight Print bewegt sich in einem anderen Tempo. Das Papier wählt aus, fasst zusammen, verlangsamt. Es verleiht bestimmten Texten mehr Dauer, bestimmten Stimmen mehr Raum und Überlegungen, die es verdienen, bewahrt, erneut gelesen und weitergegeben zu werden, mehr Gewicht. Das Digitale begleitet die Bewegung; das Papier bewahrt ihre Spuren. Zwischen diesen beiden Medien kreuzen sich die Zeitdimensionen. Bestimmte Inhalte bleiben ausschließlich online verfügbar, um ihre direkte Verbindung zum aktuellen Geschehen zu wahren und das Lesen zu verlängern. Andere Texte, die von Mitgliedern für Mitglieder verfasst wurden, finden ihren Platz ausschließlich in der gedruckten Ausgabe. ISFB Insight entsteht so zwischen dem schnellen Austausch von Ideen und der nachhaltigeren Bewahrung der Beiträge.

Mathias Baitan, Generaldirektor

MEISTGELESENE
Die Wahl der Redaktion

Kompetenzen aufbauen, bevor die Zeit knapp wird

Angesichts der gleichzeitigen Entwicklung von Berufen, Aufgaben und Qualifikationen kann das Verständnis für den Kompetenzbedarf nicht mehr allein auf der Betrachtung einzelner Einrichtungen beruhen. Das ISFB-Observatorium führt somit die Gründungsidee von 1987 fort: Perspektiven und Fachkenntnisse zu bündeln, um zu handeln, bevor die Zeit davonläuft.

INTERVIEWS MIT FÜHRUNGSKRÄFTEN

Technisches Know-how und die Stärke der Beziehung: Ein Gespräch mit Xavier Bonna, Managing Partner der Lombard Odier Gruppe

Die Werkzeuge entwickeln sich weiter, die Arbeitsweisen wandeln sich, doch die Anforderungen bleiben bestehen. In diesem Interview für ISFB Insight teilt Xavier Bonna, Managing Partner der Lombard Odier Gruppe, seine Vision eines Berufs, in dem fundiertes Fachwissen, Analysefähigkeit und die Qualität der Kundenbeziehung nach wie vor im Mittelpunkt der Wertschöpfung stehen.

Energie, Emotionen und Anpassungsfähigkeit: die drei Säulen der Führungsphilosophie von Nicolas Syz, CEO der SYZ Bank

Die Art und Weise, wie Nicolas Syz von seinem Werdegang erzählt, zeugt von einer beeindruckenden Aufrichtigkeit. Keine heroische Erzählung, sondern ein Lebensweg, der von Reisen, Begegnungen, Herausforderungen und Intuitionen geprägt ist. Eine Geschichte, in der deutlich wird, was ihn antreibt: Energie als Lebenshaltung, Emotionen als Antrieb und Anpassungsfähigkeit als Reflex.

GESPRÄCHE MIT DER PERSONALABTEILUNG

Telomere Capital tritt dem ISFB bei: Interview mit Petra Kordosova

Telomere Capital ist kürzlich als institutionelles Mitglied der ISFB beigetreten. Aus diesem Anlass spricht Petra Kordosova, Leiterin der Personalabteilung, über die Beweggründe für diesen Beitritt, über die Herausforderungen im Bereich der Weiterbildung im Finanzsektor sowie über die Zusammenarbeit mit dem Institut.

Emotionale Regulierung: eine berufliche Schlüsselkompetenz, um in komplexen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren

00 24. Oktober 2025 |Karriereentwicklung, Management und Arbeitspsychologie|

In einer Welt, die ständig in Bewegung ist, wird die Fähigkeit, seine Emotionen zu kontrollieren, zu einer Schlüsselkompetenz. Weit entfernt von Ansätzen zur Persönlichkeitsentwicklung ist diese Fähigkeit Teil einer echten beruflichen Intelligenz: Sie ermöglicht es, in komplexen Situationen den Kurs zu halten, richtige Entscheidungen zu treffen und in unsicheren Zeiten standhaft zu bleiben – so wie es die erfahrensten Führungskräfte unserer Zeit tun.

Bankberufe auf dem Prüfstand der digitalen Kompetenzen

Die Digitalisierung hat die Bankenlandschaft grundlegend verändert, die Automatisierung vorangetrieben und die Berufsbilder neu definiert. Zwar sieht sich die Schweiz mit einem zunehmenden Mangel an Informatikern konfrontiert, doch die eigentliche Herausforderung für die Banken geht über die reine Rekrutierung von IT-Experten hinaus.

  • Stéphane Bonzon – Psychologe

Generative KI: Was die Forschung bereits über die Arbeitswelt sagt

28. April 2026|Digitalisierung und künstliche Intelligenz|

Generative KI verspricht Zeitersparnis. Doch wie wirkt sie sich tatsächlich auf die Arbeit, die Motivation, die Eigenständigkeit und das berufliche Urteilsvermögen aus? In einer Veröffentlichung des ISFB-Observatoriums für Bank- und Finanzkompetenzen analysiert Stéphane Bonzon, Psychologe am ISFB, was erste Forschungsergebnisse bereits erkennen lassen.

Im Zeitalter der KI braucht die Finanzbranche mehr denn je gut ausgebildete Fachkräfte

Künstliche Intelligenz verändert bereits die Berufe im Finanzwesen. Doch sie macht weder die Fachkenntnisse weniger wichtig noch den Menschen nebensächlich. Im Gegenteil: Je mehr sich der Zugang zu Informationen demokratisiert, desto mehr verlagert sich der Wert auf diejenigen, die es verstehen, fundierte Fachkenntnisse, Urteilsvermögen, zwischenmenschliche Kompetenz und die Fähigkeit zum kontinuierlichen Lernen miteinander zu verbinden.

Weiterbildung: ein konkreter Hebel für die Beschäftigungsfähigkeit

00 18. März 2026 |Beschäftigungsfähigkeit, Weiterbildung, ISFB-Kompetenzbarometer|

In einer sich rasch wandelnden Arbeitswelt ist Weiterbildung nicht mehr nur ein einfacher Vorteil. Sie wird zu einem zentralen Hebel für die Beschäftigungsfähigkeit. Durch Weiterbildung kann man natürlich sein Wissen auf den neuesten Stand bringen. Doch ihre Rolle geht noch weiter. Weiterbildung trägt dazu bei, berufliche Laufbahnen abzusichern, Karriereentwicklungen zu begleiten und die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken. Mit anderen Worten: Sie dient nicht nur dazu, mehr zu lernen. Sie hilft dabei, in seinem Beruf langfristig relevant zu bleiben.

Nützliche Kompetenzen für die Karriereentwicklung im Bank- und Finanzwesen

Der Banken- und Finanzsektor in der Westschweiz, insbesondere in Genf, ist eine wesentliche Stütze der regionalen Wirtschaft. Laut dem von der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) veröffentlichten „Bankenbarometer 2025“ ist die Zahl der Beschäftigten im Bankensektor weiter gestiegen. Für das Jahr 2025 prognostiziert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) eine leichte Erholung des Wirtschaftswachstums auf 1,3 %, getragen von einer soliden Binnennachfrage und dem jüngsten Rückgang des Schweizer Frankens – doch in der aktuellen Lage sind diese Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet.