ISFB Insight
„Die Bank von innen verstehen“
29. Mai 2026
Die ISFB Summer School richtet sich an Studierende und junge Absolventen, die einen konkreten Einblick in die Berufswelt des Bank- und Finanzwesens gewinnen möchten, und bietet ein intensives Eintauchen in den Finanzplatz. Durch Vorträge von Fachleuten, Fallstudien und den direkten Austausch mit Akteuren aus der Praxis soll eine Verbindung zwischen akademischer Ausbildung und betrieblicher Realität hergestellt werden. Einige Monate nach der Sommersession 2025 blickt ein ehemaliger Teilnehmer auf diese Erfahrung zurück und auf die Rolle, die sie bei seinem Einstieg in den Arbeitsmarkt gespielt hat.
Peter Asfaha, Sie haben im Sommer 2025 an der ISFB-Summer School teilgenommen. Was ist Ihnen davon in Erinnerung geblieben?
Die Summer School der ISFB beschränkt sich nicht auf eine Einführung in den Schweizer Bankensektor. Sie bietet einen strukturierten Überblick, der in den operativen Gegebenheiten des Sektors verankert ist.
Was sofort auffällt, ist die Art und Weise, wie die Inhalte regulatorische, geschäftliche und organisatorische Aspekte miteinander verknüpfen. Dieser Ansatz spiegelt treffend eine Branche wider, in der jede Entscheidung Teil eines anspruchsvollen Gleichgewichts zwischen Compliance, Leistung und Verantwortung ist.
Der Austausch mit den Referenten spielt eine entscheidende Rolle. Er vermittelt ein direktes Verständnis für die praktischen Zusammenhänge vor Ort, weit über theoretische Rahmenbedingungen hinaus. Dabei wird insbesondere deutlich, welche hohen Anforderungen den Schweizer Finanzplatz prägen und welche Bedeutung der Kohärenz bei der Umsetzung beigemessen wird.
In diesem Umfeld beschränkt sich Kompetenz nicht auf technisches Know-how. Sie beruht auf der Fähigkeit, langfristig zu denken, beständige Leistungen zu erbringen und bei jeder Interaktion einen hohen Anspruch aufrechtzuerhalten. Gerade diese Disziplin, mehr als jede Haltung, bildet die Grundlage für Glaubwürdigkeit.
Sie sind auf der Suche nach einer ersten Berufserfahrung im Bereich Kommunikation bei einem Finanzinstitut. Welche Kompetenzen bringen Sie bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber ein?
In einem Finanzinstitut darf Kommunikation nicht als reine Informationsvermittlung betrachtet werden. Sie ist ein Mittel zur Klärung, zur Abstimmung und letztlich zur Entscheidungsfindung.
Mein Beitrag folgt diesem Ansatz. Ich befasse mich in erster Linie mit der Strukturierung von Informationen, mit dem Ziel, komplexe Themen sofort verständlich zu machen, ohne dabei an Genauigkeit einzubüßen. Dieser Anspruch ist in einem Umfeld von entscheidender Bedeutung, in dem die Qualität einer Botschaft direkt über ihr Verständnis und ihre Nutzung entscheidet.
Aufgrund meiner Erfahrung habe ich an Inhalten für anspruchsvolle Zielgruppen gearbeitet, insbesondere im internationalen Kontext. Dies erfordert ein feines Gespür für den Detaillierungsgrad, den Tonfall und den Kontext, in den sich jede Kommunikation einfügt.
Ich lege besonderen Wert auf die Umsetzung. In einer Branche, in der der Ruf ein zentrales Kapital darstellt, kann schon die kleinste Nachlässigkeit das Gesamtbild beeinträchtigen. Formale Sorgfalt und die Kohärenz der Botschaft sind daher untrennbar mit dem Inhalt verbunden.
Schließlich habe ich im Laufe meiner beruflichen Laufbahn die Fähigkeit entwickelt, mich schnell anzupassen – eine unverzichtbare Eigenschaft, um in Umgebungen erfolgreich zu sein, in denen die Erwartungen je nach Gesprächspartner variieren, und dabei stets hohe Ansprüche zu stellen.
Würden Sie Studierenden oder Hochschulabsolventen empfehlen, sich für die ISFB-Sommerschule anzumelden?
Die Summer School der ISFB ist ein idealer Einstieg für alle, die eine langfristige Karriere im Bank- und Finanzwesen anstreben.
Sie vermittelt ein strukturiertes Verständnis der Grundlagen des Schweizer Finanzplatzes und stützt sich dabei auf ein Netzwerk von Referenten, die direkt aus der Praxis kommen. Diese Praxisnähe steht im Mittelpunkt des Ansatzes des ISFB, dessen Ziel es gerade ist, Kompetenzen zu stärken, die auf die Realitäten der Branche abgestimmt sind.
Sie ersetzt zwar keine Berufserfahrung, erleichtert aber zweifellos deren Bewertung. Sie ermöglicht es, die Erwartungen besser zu verstehen, die eigene Positionierung zu schärfen und die ersten Aufgaben mit einem bereits gefestigten Hintergrund anzugehen.
Dies ist ein besonders nützlicher Ansatz für junge Absolventen, die über ein rein akademisches Verständnis der Finanzwelt hinausgehen und sich schneller in die operativen Standards des Finanzplatzes einfinden möchten.
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