ISFB Insight

Innovation als Anpassungsfähigkeit

19. Mai 2026

In einem sich ständig wandelnden Banken- und Finanzumfeld muss das ISFB sowohl Dienstleistungen erbringen, die seinen Mitgliedern heute nützen, als auch einen Teil seiner Energie darauf verwenden, zu verstehen, was morgen im Bereich der Kompetenzentwicklung erforderlich sein könnte. Innovation ist kein ständiger Bruch, sondern eine organisierte Anpassungsfähigkeit im Dienste des Auftrags des Instituts und seines Umfelds.

Heute produzieren, an morgen denken

Die Aufgabe des ISFB besteht darin, die Kompetenzentwicklung, die Karrierewege und die Dynamik des Banken- und Finanzsektors in der Westschweiz zu fördern. Diese Aufgabe stellt vor allem eine ganz konkrete Anforderung: Es gilt, nützliche, zuverlässige und aktuelle Dienstleistungen zu erbringen, die direkt auf die Bedürfnisse der Institute, der Berufsgruppen und der Beteiligten zugeschnitten sind.

Um diese Anforderungen zu erfassen, stützt sich das ISFB insbesondere auf das Observatoire des compétences bancaires et financières. Anhand qualitativer und quantitativer Erhebungen, die bei seiner Programmleitung, seinen Teilnehmern, seinen Absolventen und den institutionellen Akteuren seines Umfelds durchgeführt werden, trägt das Observatoire dazu bei, die Entwicklung der Berufe und Kompetenzen zu beleuchten, die für die Welt von morgen von Bedeutung sind.

Ein zukunftsorientierter Ansatz darf sich jedoch nicht nur auf das externe Umfeld einer Organisation beschränken. Er fordert das ISFB auch dazu auf, seine eigene Anpassungsfähigkeit zu hinterfragen. Die möglichen Zukunftsszenarien der Berufe zu verstehen bedeutet auch, sich zu fragen, wie sich das Institut selbst weiterentwickeln muss, um seinen Auftrag weiterhin sinnvoll zu erfüllen.

Den Spagat zwischen Umsetzung und Vorausschau meistern

Jede Organisation steht unter ständigem Druck. Sie muss das liefern, was heute gebraucht wird, ihre Prozesse verbessern, die Qualität ihres Angebots gewährleisten und den unmittelbaren Erwartungen ihrer verschiedenen Zielgruppen gerecht werden. Gleichzeitig muss sie aber auch einen Teil ihrer Aufmerksamkeit auf das richten, was morgen notwendig werden könnte.

Innovation ist zwangsläufig mit einem gewissen Risiko verbunden. Das Risiko, Zeit in Ansätze zu investieren, die zu keinem Ergebnis führen. Das Risiko, Lösungen zu testen, die keinen Nutzen bringen. Und das Risiko, manchmal den Eindruck einer Organisation zu vermitteln, die Neues ausprobiert, bevor sich die Anwendungsmöglichkeiten vollständig etabliert haben.

Dieses Risiko ist jedoch auch eine Verantwortung. Ohne Erkundung kann keine Organisation die Entwicklungen in ihrem Umfeld wirklich vorhersehen. Durch Ausprobieren, Beobachten, Vergleichen, manchmal auch Aufgeben oder das „Ausbrüten“ neuer Ideen lässt sich manchmal erkennen, was in Zukunft nützlich sein könnte.

Dieser Ansatz kann auch Auswirkungen über die Organisation selbst hinaus haben. Durch strukturiertes Experimentieren trägt das ISFB dazu bei, andere Akteure zu inspirieren, Denkanstöße zu geben, einen positiven Einfluss auszuüben und an der gemeinsamen Weiterentwicklung der Praktiken in seinem Umfeld mitzuwirken.

In diesem Sinne ist das ISFB-Innovationslabor konzipiert. Es bietet die Möglichkeit, neue Instrumente zu testen und neue Anwendungsmöglichkeiten zu erkunden.

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Innovationslabor ISFB

Das Innovationsprogramm des ISFB

Jede Organisation steht unter ständigem Druck. Sie muss das liefern, was heute gebraucht wird, ihre Prozesse verbessern, die Qualität ihres Angebots gewährleisten und den unmittelbaren Erwartungen ihrer verschiedenen Zielgruppen gerecht werden. Gleichzeitig muss sie aber auch einen Teil ihrer Aufmerksamkeit auf das richten, was morgen notwendig werden könnte.

Mathias Baitan, Generaldirektor

 

20. Mai 2026, 08:41:23 Uhr