Magaly Aad: Vertrauen als Grundlage der Vermögensberatung

2. Juli 2026

Magaly Aad, die aus dem Investmentbereich kommt, hat in der Vermögensverwaltung einen Beruf gefunden, in dem sich Finanzanalyse und die Qualität der Kundenbeziehung vereinen. Als Assistant Relationship Manager bei der Arab Bank (Switzerland) in Genf blickt sie auf ihren Werdegang zurück, auf ihre Vorbereitung auf die SAQ-CWMA-Zertifizierung beim ISFB und darauf, wie dieser Schritt ihre berufliche Praxis verändert hat.

Magaly Add, können Sie uns Ihren beruflichen Werdegang schildern und erzählen, was Sie zur Vermögensberatung geführt hat?

Mein beruflicher Werdegang basiert auf einer einfachen Überzeugung: Hinter jedem Portfolio steht ein Mensch, eine Geschichte und Lebenspläne. Ich komme aus dem Investmentbereich, wo ich die Strenge der Analyse und das Gespür für die Märkte gelernt habe. Doch erst in der Vermögensverwaltung habe ich das gefunden, was wirklich zu mir passt – die Schnittstelle zwischen finanziellem Fachwissen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Heute, als Assistentin eines Privatbankiers bei der Arab Bank (Switzerland) in Genf, sind es die Kommunikation, das Zuhören und der Aufbau eines dauerhaften Vertrauensverhältnisses zu den Kunden, die mich tagtäglich motivieren. Das Fachliche lässt sich erlernen; Beziehungen hingegen muss man pflegen. Diese Überzeugung hat mich ganz natürlich zu diesem Beruf geführt.

Wann haben Sie das Bedürfnis verspürt, sich auf die SAQ-CWMA-Zertifizierung vorzubereiten, und was haben Sie sich konkret von diesem Schritt erhofft?

Da ich aus dem Investmentbereich komme, beherrschte ich bereits einen Teil der Grundlagen. Aber ich wollte mehr als nur eine Kompetenz: Ich wollte Anerkennung. Eine akkreditierte und anspruchsvolle Schweizer Zertifizierung, die ein Exzellenzniveau bescheinigt, das den Standards des Finanzplatzes entspricht. Die SAQ-CWMA-Zertifizierung war für mich die naheliegende Wahl. Für mich war es weniger ein Häkchen auf einer Checkliste als vielmehr eine Verpflichtung – nämlich den Kunden mit der Legitimität eines anerkannten Referenzrahmens zu vermitteln, dass sie von einer Fachkraft begleitet werden, die in ihre eigenen hohen Ansprüche investiert.

Was hat Ihnen das ISFB-Vorbereitungsprogramm für Ihre berufliche Praxis gebracht: Wissen, Methodik, Selbstvertrauen, eine neue Sichtweise auf den Beruf?

Alle vier, allerdings in einer Reihenfolge, die ich anfangs nicht erwartet hätte. Das Fachwissen natürlich – das Programm vermittelt Struktur und Vertiefung. Dann die Methode: eine stringente Herangehensweise an Kundensituationen, bei der jede Entscheidung in einen schlüssigen Rahmen eingebettet wird. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, ist das Selbstvertrauen. Nicht das Selbstvertrauen, das beeindruckt, sondern das ruhigere, das aus der Beherrschung der Materie entsteht. Und darüber hinaus eine erweiterte Sichtweise auf den Beruf: zu verstehen, dass Vermögensverwaltung keine Aneinanderreihung von Produkten ist, sondern eine langfristige Begleitung. Das Programm hat mir die Werkzeuge an die Hand gegeben, um das, was ich bereits intuitiv ahnte, in Worte zu fassen – und zu strukturieren.

Die CWMA-Zertifizierung ist anspruchsvoll. Welche Aspekte des Programms haben Ihnen am meisten dabei geholfen, sich gründlich auf die Prüfung vorzubereiten?

Gerade die Anforderungen der Zertifizierung machen ihren Wert aus. Was mir am meisten geholfen hat, ist die Art und Weise, wie das Programm theoretische Tiefe mit konkreten Fallbeispielen verbindet, die sehr nah an der Praxis sind. Man lernt nicht auswendig: Man versteht, wendet an und denkt selbstständig nach. Auch die Qualität der Betreuung spielt eine enorme Rolle – von Dozenten begleitet zu werden, die den Beruf von innen kennen, macht einen großen Unterschied. Schließlich sorgt der Aufbau des Studiengangs für eine regelmäßige Arbeitsdisziplin, die eine zunächst einschüchternde Vorbereitung in einen kontrollierten Lernfortschritt verwandelt. Man geht nicht mit Hoffnungen, sondern mit Wissen in die Prüfung.

Was würden Sie rückblickend einer Bankfachkraft sagen, die noch zögert, diese Vorbereitung bei der ISFB zu absolvieren?

Dass das Zögern oft aus der Angst vor hohen Anforderungen resultiert – und dass man sich gerade deshalb darauf einlassen sollte. Diese Vorbereitung verlangt nicht nur, dass man etwas lernt; sie lässt einen beruflich wachsen. Man geht daraus mit fundierterem Wissen, einer sichereren Vorgehensweise und vor allem mit einem Selbstvertrauen hervor, das sich in jedem Austausch mit einem Kunden bemerkbar macht. Ich würde nicht sagen, dass es eine einfache Investition ist – ich würde sagen, dass es eine sinnvolle Investition ist. Und in unserem Beruf, in dem alles auf Vertrauen basiert, gibt es kaum etwas Wertvolleres als das Wissen, dass man dem Vertrauen, das einem entgegengebracht wird, gerecht wird.

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